Immer wieder liederdieter
Immer wiederliederdieter

Protestlieder? Muss das denn sein?

Ja, es muss!

 

Wenn ich etwas als ungerecht empfinde habe ich das Recht meine Meinung zu äußern. Auch und vor allem, wenn es den Reichen und Mächtigen nicht passt. Ich war schon vor fünfzig Jahren auf der Straße und habe gegen Atomkraft protestiert. Sie kam trotzdem. Ein halbes Jahrhundert später gibt es sie bei uns nicht mehr und wir wissen genausowenig wie damals, wo wir unseren radioaktiven Müll für die nächsten paar Hundertausend Jahre verbuddeln sollen, um nachfolgende Generationen nicht zu gefährden.

Trotzdem war es richtig zu protestieren. Protest ist ein legitimes und verfassungsmäßig geschütztes Recht in unserer Demokratie. Wir sollten dieses Recht nutzen, solange wir es noch können.

 

Ein Protestlied gegen die Trassenführung der Juraleitung, die unser Dorf mit 380KV Leitungen einkesselt, teils mit Abständen zu Wohnhäusern von weit unter 100m. Dazu ein (zweites!) Umspannwerk mit 14ha Fläche in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung. 12ha des geschützten Nürnberger Reichswald, ein alter Auenwald aus den seltenen Flatterulmen, eine uralte Quelle und das größte noch intakte Amphibienlaichgewässer Mittelfrankens werden unwiederbringbar zerstört. Und all diese sinnlose Zerstörung, obwohl es Trassenführungen gibt, die keine dieser Schäden verursachen würden. Ich denke, das ist Grund genug für mindestens ein Protestlied.

Ein anderes Reizthema, mit dem ich nicht alleine hadere, ist die erschreckende Ungleichbehandlung von Rentnern und Pensionären, wenn es um die finanzielle Versorgung im Alter geht. Ein Thema, das wohl keine einzige Partei in unserem Land jemals ändern wird. Aber was meiner Meinung nach viel schlimmer wiegt, ist die fadenscheinige Erklärung die unser Ex-Kanzler Olaf Scholz den Bürgern in den "Kanzlergesprächen" stets als Antwort gab. Zumindest sein Langzeitgedächtnis scheint noch gut zu funktionieren, denn diese Direktive ist ihm sehr wohl noch erinnerlich.

Deshalb, dieses Protestlied.

Wie schon erwähnt reicht mir ein einziges Protestlied gegen die fragwürdige Umsetzung der Energiewende nicht aus, es sei denn, jemand könnte mir schlüssig erklären, was an riesigen Trassen mit mehreren gigantischen Netzknotenpunkten "dezentral" sein soll. Hier ist die erste Version des Trassenlieds bei der Protestveranstaltung  "Altdorf unter Strom 2.0" vom 29.07.2023 hier bei uns in Altdorf.

Hier ist eine spätere Version des Trassenlieds, dass sich bei  jedem Auftritt etwas ändert, je nach Stand der Dinge oder, in diesem Fall, der Zusammensetzung der Regierung. Ich übernehme das Video von website "BI Raumwiderstand" einer BI, die mit uns seit zwölf Jahren gegen diese Trasse kämpft.

Und gleich das nächste Protestlied hinterher, ebenfalls von der  "BI Raumwiderstand". Das war auf derselben Demo wo wir, um auf die Rodung unseres Schutzwaldes zwischen der Autobahn und den ersten Häusern aufmerksam zu machen, einen Bannerdrop vornahmen. Ich habe dieses Lied "Ode an den Wald" genannt.

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